1921 – Billardklub „Gut Ball“
Der Billardklub „Gut Ball“ Hirschfeld wurde im Jahr 1921 gegründet.
Über die Anfangsjahre des Vereins war jedoch relativ wenig in
Erfahrung zu bringen.
Für den 5. Dezember 1931 lud der Verein mittels einer Annonce im
Nossener Anzeiger zu einem Tanzabend in den Gasthof Hirschfeld ein.
Danach gibt es in den vorhandenen Unterlagen keine weiteren Hinweise
auf den Billardklub.
1924 – Radsportverein
Im Oktober 1924 wurde in Hirschfeld die
„Radsport-Abteilung des A.-R.-B. Solidarität, Ortsgruppe Hirschfeld“
gegründet.
Im Oktober 1925 wurde im Nossener Anzeiger zum 1. Stiftungsfest mit
radsportlichen Darbietungen im Gasthof Hirschfeld eingeladen. Da
keine weiteren Aufzeichnungen vorhanden sind, lässt sich nicht mehr
feststellen, wie lange dieser Verein bestand.
1951 bis 1955 – BSG Hirschfeld
In der Chronik des Sportvereins ist notiert, dass 1951 die
„BSG Hirschfeld“ gegründet wurde. Als Gründer werden Kurt Müller,
Werner Möbius, Helmut Grollich, Paul Viereckl, Herbert Schubert,
Helmut Bühlmann und Heinz Schäfer genannt.
Nach der Gründung fanden sich 36 Hirschfelder Einwohner und
Jugendliche des VEG Hirschfeld zusammen. Aktiv waren sie zunächst
in den Sektionen Fußball und Tischtennis.
Später entstand eine Frauenhandballmannschaft, aus der sich
Frauensport und Gymnastik entwickelten. Wegen fehlender geeigneter
Sportstätten gingen die Aktivitäten jedoch zurück. Am
30. September 1955 löste sich die BSG nach vierjähriger Tätigkeit
wieder auf.
1960 – Neugründung als BSG „Traktor“ Hirschfeld
Auf Initiative des damaligen Bürgermeisters Paul Hörnig wurde am
1. November 1960 die BSG „Traktor“
Hirschfeld neu gegründet. Den Vorsitz übernahm Kurt Müller.
Zu dieser Zeit bestanden folgende Sektionen:
- Billard – Leitung Otto Kieschnick
- Tischtennis – Leitung Paul Viereckl
- Frauensport – Leitung Karin Wenzel
Als Trainingsmöglichkeiten dienten Räume im alten Gasthof. Die
Sportgemeinschaft zählte damals 58 Mitglieder.
1963 bis 1979 – Sportfeste und Ausbau
Im Juni 1963 organisierte die BSG gemeinsam mit dem VEG Hirschfeld
ein Dorfsportfest, das insgesamt acht Tage dauerte. In den
sechziger Jahren wurden außerdem mehrfach Wintersportfeste
durchgeführt.
Im September 1970 fand das „I. Zentrale Kooperationssportfest des
Gemeindeverbandes Freiberg-Nord“ statt. Für die Volkssportarbeit
erhielt die BSG mehrere Auszeichnungen vom DTSB.
Eine besondere Ehre wurde Ferdinand Hohmann zuteil: Er durfte am
1. Mai 1977 beim Turn- und Sportfest in Leipzig die gestickte
Vereinsfahne präsentieren. 1979 trugen Andreas Timmel die
Vereinsfahne und Reiner Müller die Bundesfahne.
1976 – Bau der Kegelanlage
Im Oktober 1976 wurde die Zwei-Bahn-Kegelanlage fertiggestellt. Sie
entstand durch Eigeninitiative in rund 5.000 Arbeitsstunden und
gehörte zu dieser Zeit zu den modernsten Anlagen im Kreis.
Gleichzeitig wurde die Sektion Kegeln gegründet. Die Leitung
übernahm Walter Wanitschek.
Durch den Bau der Kegelanlage wuchs die Sportgemeinschaft von
91 Sportlern im Jahr 1974 auf 135 Sportler im Jahr 1976.
1990 – Hirschfelder Sportverein e. V.
Mit der Wende veränderte sich auch die Sportgemeinschaft. Die
Mitgliederzahlen gingen zunächst deutlich zurück und mehrere
Mannschaften konnten nicht mehr im bisherigen Umfang am
Punktspielbetrieb teilnehmen.
Im Juni 1990 wurde die damalige BSG Traktor Hirschfeld beim
Kreisgericht Freiberg als gemeinnütziger
„Hirschfelder Sportverein e. V.“
registriert. Noch im gleichen Jahr erfolgte die Aufnahme in den
Landessportbund Sachsen.
Ab 1991 übernahm Wolfgang Georgi die Leitung des Vereins von
Kurt Müller.
1993 bis 1997 – Modernisierung und Wachstum
1993 zählte der Verein wieder 61 aktive Sportler. Die Kegelbahn
wurde 1993 teilmodernisiert und 1994 mit einer automatischen
Kegelaufstellanlage ausgerüstet.
Ebenfalls 1994 wurde der Hirschfelder Sportverein Mitglied im
Kreissportbund Freiberg.
Im Dezember 1995 wurde ein neuer Vorstand gewählt:
- 1. Vorsitzende: Monika Winkler
- 2. Vorsitzender: Dietmar Klose
- Schatzmeister: Ingetraut Morscheck
Mit Wirkung zum 1. Mai 1996 übergab die Gemeinde die Sportstätten
im Kulturhaus per Pachtvertrag an den Verein. Die Innenausstattung
umfasste Kegelbahn, Billardraum, Sanitäranlagen, Küche und
Umkleideraum.
1997 stieg die Mitgliederzahl auf 101. Darunter waren 37 Kinder.
2000 bis 2007 – Tradition und Ehrenamt
Im November 2000 überreichten Bürgermeister Bernd Hubricht und der
Ortschaftsrat dem Verein eine neue Traditionsfahne anlässlich des
40. Gründungsjahres.
Walter Wanitschek wurde für sein langjähriges Wirken, insbesondere
für Kinder und Jugendliche, mit einem Eintrag in das
„Goldene Heimatbuch“ der Gemeinde geehrt.
Seit März 2004 standen dem Verein Dietmar Klose als 1. Vorsitzender
und Peter Paulmann als 2. Vorsitzender vor. Ingetraut Morscheck war
Schatzmeisterin, Michael Becker leitete die Sektion Kegeln und
Rony Andrä die Sektion Billard.
2005 wurde Ferdinand Hohmann mit der Auszeichnung
„Verdienstvoll im Ehrenamt“ für seine 40-jährige Tätigkeit als
Spieler, Trainer und Funktionär in der Sektion Billard geehrt.
Im Januar 2007 hatte der Hirschfelder Sportverein 100 Mitglieder.